Ankündigung der nächsten Fortbildung

Termin:   22. Juni bis 24. Juni 2018

  Ort:   Haus Quellengrund in Kleve

  „Wo die Sprache nicht hinreicht“

Chancen und Grenzen ausgewählter Körpertechniken in Psychotherapie/ Beratung

 
 
Unser seelisches Befinden kann sich oftmals unwillkürlich körperlichen Ausdruck verschaffen.
Wie aber wirkt der Körper auf die Seele? Wir wollen in dieser Fortbildung der Frage nachgehen, wie sich negatives psychisches Befinden mit Hilfe von Körperübungen in Psychotherapie, psychologischer Beratung und in der alltäglichen Lebensführung beeinflussen lässt.

Zur Einführung werden historische Aspekte der Diskussion des Leib-Seele-Problems thematisiert und die neueren Entwicklungen aufgezeigt. Die aktuellen neurophysiologischen Forschungen messen dem Körper als Träger kognitiver Prozesse eine wichtige Bedeutung für die Selbstregulationsfähigkeit zu. Einige für die Emotionalität zuständige Funktionen im Mittelhirn, sind demzufolge über das verbal-kognitive Vorgehen in der Psychotherapie und der psychologischen Beratung nicht erreichbar. Verschiedene Konzepte und Methoden zeigen Möglichkeiten auf, den Körper unterstützend einzubeziehen mit dem Versprechen die Bewältigung belastender Situationen, somatischer und emotionaler Störungen zu erleichtern.

Die folgenden Konzepte wurden von uns ausgewählt vor dem Hintergrund, dass sie leicht zu lernen sind und von einer Person allein ausgeführt werden können: Embodiment (Maja Storch), Body-to-mind-Übungen (Dr. med Caudia Croos-Müller) Life-Kinetik (Horst Lutz), Klopftechniken (Michael Bohne), Atemtechniken (Ilse Middendorf, Norbert Faller) und traditionelle fernöstliche Lehren (z.B. Mudras, bzw. Fingeryoga).

Es wird die Gelegenheit geben, die ausgewählten Konzepte und Körpertechniken übend kennenzulernen. Lässt sich unsere eigene, personale Handlungsfähigkeit in Bezug auf Emotionen, Stimmungen und sonstige belastende Zustände in kritischen Situationen erhöhen bzw. wiedergewinnen? Wir werden uns zudem mit den Möglichkeiten und Grenzen von Körpertechniken und ihre Anwendbarkeit in der Psychotherapie-, Beratungspraxis und im Alltag auseinandersetzen.

Wir bitten euch bequeme Schuhe und Kleidung (sowie eine Decke) mitzubringen.

Wir hoffen auf bewegende Diskussion und bewegtes Tun .

Birgit Carstensen, Heike Frederking, Heike Muth und Christian Schultz